Filmveranstaltung mit Kurzvortrag von Andreas Mooslehner, BUND Regionalgeschäftsführer
Termin: Montag 15.11.2010 um 19:30 Uhr
Ort: Gerstetten, Stucksaal im Bahnhotel
Veranstalter: Naturschutzbund Gerstetten, Volkshochschule Gerstetten, BUND-Dettingen, Albbienenzuchtverein Gerstetten, Erwachsenen-Bildung der Ev. Kirche, und weitere Vereine und Organisationen….
Stellen Sie sich vor, ein Sturm weht über Ihren Garten und ohne Ihr Wissen und ohne Ihre Zustimmung sind nun fremde, genmanipulierte Samen in Ihrem jahrelang gepflegten und gehegten Gemüsebeet. Ein paar Tage später kommen Vertreter eines Multikonzerns zu Ihnen nach Hause, fordern Ihr Gemüse und erstatten gleichzeitig Strafanzeige in Höhe von 20.000 EU, wegen widerrechtlicher Nutzung patentierter genmanipulierter Samen.
Und: Das Gericht gibt dem Konzern Recht!
Doch Sie kämpfen...
Diese kleine Geschichte ist keine Utopie, sondern bittere Wahrheit weltweit. Es ist auch die Wahrheit von Percy und Louise Schmeiser in Kanada - Träger des alternativen Nobelpreises- die seit mittlerweile 1996 gegen den Chemie- und Saatguthersteller Monsanto kämpfen. Rund dreiviertel der Welt-Ernte an genmanipulierten Pflanzen stammen heute aus Monsanto-Labors, einem US-Konzern, der düstere Erfindungen wie DDT, PCB und Agent Orange sein eigen nennt. Um die Vorherrschaft vom Acker bis zum Teller zu erlangen, schreckt Monsanto vor Nichts zurück. Das mussten auch die Farmer Troy Rush, David Runyon und Marc Loisell erfahren, sowie tausend andere Bauern weltweit.
Sie und die Schmeisers kämpfen nicht nur gegen Monsanto und somit für Ihre Weiter-Existenz als Farmer, sondern für das Recht auf Redefreiheit und für das Recht auf Eigentum.
Doch vor allem setzen sie sich für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel ein, damit auch diese eine Chance haben, in einer Welt ohne genmanipulierte Nahrung aufzuwachsen.
Margit Stumpp, Mutter
"Die mittel- und langfristigen Auswirkungen gentechnisch veränderter Lebensmittel auf Umwelt und Gesundheit sind unabsehbar. Unsere Kinder müssen davor geschützt werden."
Jeanette Bihlmaier, Naturschutzbund
"Die Vorstellung, dass wir etwas in gang setzen, das nie mehr rückgängig gemacht werden kann - mit unabsehbaren Folgen für uns und unsere Umwelt - macht mir Angst."
Martin Grath, Bäckermeister
"Wer braucht Gentechnik - Die Qualität der regional erzeugten Rohstoffe ist hervorragend. Was will man verbessern ? Gentechnikfreie Produkte schaffen Vertrauen und Vermarktungsvorteile."
Percy Schmeiser, Träger des alternativen Nobelpreises 2007
"Unsere Erfahrungen seit 1996 in Kanada zeigen: Da sich Genveränderungen fortwährend über Pollenflug verbreiten, gibt es keine Koexistenz zwischen gentechnisch veränderten und konventionellen Kulturpflanzen."
Der alternative Nobelpreis 2007 wurde dem kanadischen Landwirtsehepaar Percy und Louise Schmeiser für ihren Mut bei der Verteidigung der Biodiversität und der Rechte der Landwirte verliehen.
"Wir sind eine Gentechnikfreie Anbauregion und wollen es auch bleiben!" Die Dokumentation der Kreistagsbeschlüsse im Nordosten Baden-Württembergs können Sie hier herunterladen.
Das Faltblatt "Gentechnikfreie Anbauregion Kreis Heidenheim- Gut für Bauern, Bürger, Bienen, Bäcker, Brauer, Biotope....." können Sie hier herunterladen.
Den Flyer "Gentechnikfreie Region Ostalb - für eine gentechnikfreie Landwirtschaft" können Sie hier herunterladen.